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Samstag, 21. Juni 2008

StumbleUpon

StumbleUpon ist ein Internet-Recherchedienst, der das Prinzip sozialer Netzwerke und gleichberechtigter Netzwerkteilnehmer mit simpler Weblog-Technik verbindet. Ein Werkzeugleisten-System automatisiert das Sammeln, Verteilen und Rezensieren von Webinhalten innerhalb eines intuitiven sozialen Rahmensystems und ermöglicht durch Internetinhalte nach Themenbereichen zu stöbern. Nutzer greifen auf den Dienst über eine Werkzeugleiste in ihrem Browser zu; diese existieren für Mozilla-Browser (u. a. Firefox) und Internet Explorer. Der Dienst bietet sowohl kostenlose Basis-Mitgliedschaften als auch ein kostenpflichtiges Premium-Produkt.

StumbleUpon verbindet eine Methode der Interessensbestimmung, die auf menschlichen Gemeinschaften basiert, mit maschinellem Lernen nach persönlicher Vorliebe, um virtuelle Gemeinschaften von Internetnutzern mit ähnlichen Interessen zu bilden. Das Bewerten von Seiten aktualisiert ein persönliches Profil (eine Blog-artige Aufzeichnung der bewerteten Seiten) und vernetzt Nutzer mit gemeinsamen Interessen.

StumbleUpon nutzt das Wissen um die Vorlieben seiner Nutzer um zielgerichtete Reklame zu betreiben. Ein geringer Teil der Ergebnisse, die Nutzer bekommen, sind gesponserte Seiten, die nach ihren jeweiligen Interessen zusammengestellt wurden. Diese Seiten können, wie jede andere Seite, positiv oder negativ bewertet und kommentiert werden. Fällt das kollektive Urteil überwiegend negativ aus, gelangen diese Seiten bei Betätigung des Stumble!-Buttons deutlich seltener in die Zirkulation. Bezahlte Benutzerkonten (Konten sogenannter „Sponsors“) bieten dann – neben einer Reihe weiterer Einstellmöglichkeiten – die Möglichkeit zum Abschalten solcher Reklame.

Der Dienst wurde im Mai 2007 von eBay aufgekauft. Der offizielle Kaufpreis lag bei 75 Millionen US-Dollar.

StumbleUpon erreichte laut der Homepage im Dezember 2007 die Anzahl von 4.000.000 weltweit registrierten Nutzern. Anfang Februar 2008 waren es bereits fast 4,5 Millionen.

Homepage von StumbleUpon



Quelle: Wikipedia (Bild)

del.icio.us

del.icio.us ermöglicht es Benutzern, persönliche Lesezeichen anzulegen und mit Schlagwörtern oder Tags zu versehen. Die persönliche Sammlung ist im Allgemeinen öffentlich sichtbar. Jedoch kann man einzelne Lesezeichen auch als privat kennzeichnen und so von der Veröffentlichung ausschließen. Der öffentliche Charakter des Dienstes del.icio.us lässt sich beispielsweise für ein Linkblog nutzen: Der Einzelne sieht, welche anderen Nutzer seine Lesezeichen in ihre Sammlung aufgenommen und mit welchen Tags gekennzeichnet haben.

del.icio.us hat eine einfache HTML-Oberfläche und ein auf REST basierendes API. Seine Inhalte können auch als RSS-Feeds ausgegeben werden.

Der Quellcode des derzeit kostenlosen Dienstes ist nicht frei verfügbar, allerdings existieren Nachbauten (Klone) wie de.lirio.us (wird nicht mehr weiter entwickelt) und Scuttle.

Der Entwickler Joshua Schachter startete del.icio.us Ende 2003. Der Dienst gilt als Pionier der Social-Bookmarking-Anwendungen und ist bis heute einer der meistgenutzten in diesem Bereich. Nach eigenen Angaben bezifferte das Unternehmen die Anzahl der Nutzer am 25. September 2006 mit einer Million. Zum Unternehmen wurde del.icio.us erst 2005.

Am 9. Dezember 2005 erwarb Yahoo del.icio.us. Da Yahoo im März des selben Jahres bereits den Foto-Dienst Flickr übernommen hatte – ebenfalls ein Pionier der Verschlagwortung von Webinhalten – wurde das besonders beachtet.

Bei einigen Webbrowsern kann man auf die lokale Lesezeichenverwaltung zugunsten eines Social-Bookmarking-Dienstes verzichten oder zumindest die beiden Systeme kombinieren. Dazu ist beispielsweise beim Webbrowser Flock eine Möglichkeit vorgesehen, einen Teil der Lesezeichen (oder aber auch alle Lesezeichen), auf del.icio.us abzulegen und auch mit Hilfe des Browsers die Einträge zu verwalten.

Für Mozilla Firefox gab es zunächst eine Erweiterung, die aber nur die Übertragung der Firefox-Lesezeichen an del.icio.us erleichtert. Die bei del.icio.us verwalteten Lesezeichen wurden nicht in Firefox selbst integriert. Firefox verwendet nach der Installation auch weiterhin das eigene System, bestehend aus einer speziell formatierten HTML-Datei. So musste der Benutzer nach wie vor die del.icio.us-Website besuchen, um auf die dort abgelegten Lesezeichen zugreifen zu können.

Am 7. November 2006 veröffentlichte Yahoo eine neue Erweiterung del.icio.us Bookmarks for Firefox. Nach der Installation ersetzt dabei ein neues serverbasiertes System die Lesezeichen-Funktionalität von Firefox vollständig. Alle Lesezeichen werden jetzt auf dem Server abgelegt, lokal ist nur ein Cache vorhanden. Die alten Lesezeichen werden dabei gesichert und man kann sie in das neue System übertragen. Falls der Dienst mal nicht erreichbar sein sollte, operiert der Benutzer auf dem Cache. Die Änderungen werden bei der nächsten erfolgreichen Verbindung mit dem Server abgeglichen.

Die Erweiterung unterliegt einer proprietären Lizenz und ist nicht als Quellcode verfügbar. Außerdem gibt es in der Benutzeroberfläche keine Möglichkeit, die standardmäßige Speicherung neuer Lesezeichen als nicht öffentlich einzustellen.

Homepage von del.icio.us



Quelle: Wikipedia (Bild)

Digg

Digg ist ein Anbieter von Social Bookmarks, der sich auf jede Art von Nachrichten, Videos und Podcasts spezialisiert hat. Verweise auf Neuigkeiten (Blog-Einträge, Pressemitteilungen oder Nachrichten) werden von Benutzern mit Titel, Beschreibung und Kategorie eingestellt und von anderen Benutzern mit Hilfe des Verweises „digg it!“ als positiv bewertet. Ein Verweis kann auch als Spam oder in anderer Hinsicht als problematisch bewertet werden, er wird dann „begraben“ (bury). Eine Interaktion über einen eigenen Blog ist ebenfalls möglich.

Wegen der Popularität dieses Dienstes wurde er bereits mit Slashdot verglichen. Diese Konkurrenz führt zu Anbietern wie diggdot.us, die neben Digg und Slashdot häufig markierte Lesezeichen von del.icio.us aggregieren. Ebenfalls ein Effekt von Digg ist, dass besonders kleine Webseiten durch einen „erfolgreichen“ Digg-Verweis schnell von Anfragen überflutet werden und Offline gehen (man spricht dann auch vom „Digg-Effekt“). Dagegen gibt es mittlerweile die Möglichkeit, „gediggte“ Webseiten über Mirrors verfügbar zu machen und die Originalseite zu entlasten.

Homepage von Digg



Quelle: Wikipedia (Bild)